Chronik

Chronik
Da wir nach der Gründung des Vereins noch keine eigene Standanlage besaßen, konnten wir das Training und auch die Rundenkämpfe bei den Schützenbrüdern in Raibach austragen. Besonderer Dank gilt unserem Nachbarverein Kuckuck Raibach. Er leistete nach der Gründung echte Schützenhilfe, stellt Luftgewehre, Scheiben und seine Schießstandanlage zu den Selbstkosten zur Verfügung.

Zur gleichen Zeit wurde eine eigene Standanlage mit 10 Ständen in der Scheuer unseres Hofwirts (Gaststädte Frankfurter Hof) errichtet. Nach kurzen Umbauarbeiten konnte dann auf der eigenen Standanlage mit Luftdruckwaffen geschossen werden. Zwar war dies zur damaligen Zeit recht spartanisch, im Sommer warm und im Winter sehr kalt.

In der Folgezeit genossen wir auch Gastrecht beim Schützenverein Tell Gross-Zimmern, welcher uns beim Aufbau unserer Sportpistolenmannschaft unterstützte. Über mehrere Jahre nutzen Sportpistolenschützen die Standanlage in Gross-Zimmern.

Bedingt durch die vielfältigen Aktivitäten unserer Schützen wurde der Bau einer eigenen Standanlage notwendig.

Die (damals) selbständige Gemeinde Klein-Umstadt stellte uns dankenswerterweise ein geeignetes Gelände am Schwerspatweg zur Verfügung. Dies kam zustande, weil unser Schützenbruder Hermann Knöll sein Grundstück mit der Gemeinde tauschte.

1975 begannen die Planungsarbeiten für die zu errichtende Schießstandanlage. Dem damaligen Vorsitzenden Ernst Kritzer gelang es durch sein unermüdliches Wirken, nicht nur den Clubvorstand für das Bauvorhaben zu begeistern, sondern auch bei den Ämtern, Behörden und Vorständen die notwendigen Mittel zu beschaffen. Große Unterstützung bekamen wir auch vom damaligen Klein-Umstädter Bürgermeister Georg Möser.

Im Dezember 1976 wurde mit dem Bau der Standanlage begonnen. In 3 Bauabschnitten wurden dann 1. der Pistolenstand 25 m, 2. das Vereinsheim, mit Luftdruckstand und 3. der Gewehrstand mit 50 m und 100 m-Bahnen, sowie einer laufenden Scheibenanlage errichtet.

1978 zum 10. jährigen Vereinsjubiläum war der Pistolenstand fertig gestellt, danach die 50 m und 100 m Schießbahnen.

Bild von links: Heinrich Heil, Adolf Walter, Heinrich Bielefeld, Peter Remspecher, Jörg Bechert, Hermann Heil, Ernst Kritzer, Siegfried Bechert.

Das Jahr 1978 war ein weiterer Höhepunkt in der noch jungen Vereinsgeschichte, es wurde eine Vereinsstandarte angeschafft. In der Wehrkirche von Klein-Umstadt wurde sie in einem feierlichen Rahmen geweiht. Auf der Vorderseite zeigt sie unser Emblem, die Wendelinus-Kapelle , die in den Klein-Umstäter Weinbergen steht.

Dadurch wird die Verbundenheit des Vereins zur alten Gemeinde dokumentiert. Die zwischenzeitlich eingetretene Änderung auf kommunaler Ebene, durch den Zusammenschluss mit Groß-Umstadt hat der SC 1968 dadurch dargestellt, dass auf der Rückseite der Standarte die Wappen der Gemeinde Klein-Umstadt und Groß-Umstadt zeigt. Darüber hinaus ist das Emblem des Deutschen Schützenbundes und des Hessischen Schützenverbandes zu sehen.

Bei der Fahnenweihe:

Auf dem Bild zu sehen von links: Heinrich Heil der VI, Walter Adolf, Heinrich Bielefeld, Peter Remspecher, Jörg Bechert, Fahnenträger Hermann Heil, 1. Vorsitzender Ernst Kritzer und Siegfried Bechert.

Chronik Schützenverein

Die ehrenvolle Aufgabe als Fahnenträger bzw. Begleitung zu fungieren, hat der Vorstand den Mitgliedern Hermann Heil, Josef Fritsch und Siegfried Bechert übertragen.

Beim Hubertusball am 11. November wurde die Standarte der Öffentlichkeit vorgestellt.

1980 war das Schützenhaus bezugsfertig.

1984 nach Beendigung der Arbeiten am Gewehrstand erfolgte die Standeinweihung.

30. Oktober 1993 der SC feiert sein 25 jähriges Vereinsjubiläum im Bürgerhaus. Vorsitzender Friedel Weber konnte zahlreiche Gäste und Ehrengäste begrüßen. Anlässlich dieser Veranstaltung wurden verdiente Vereinsmitglieder vom Schützenkreis Dieburg als auch vom Hessischen Schützenverband geehrt.

Kreisschützenmeister Jürgen Grenzer nahm diese Ehrungen vor.

– Hessisches Verbandsehrenzeichen in Silber wurden Hermann Heil, Josef Remspecher und Hans Jürgen Sattler überreicht.

– Das Hessische Verbandsehrenzeichen in Gold nahm Adam Mohr entgegen.

– Die Kreisehrennadel in Silber wurde Siegfried Bechert verliehen.

Folgende Mitglieder wurden für verdienstvolle Vorstandsarbeit vom hessischen Schützenverband mit der Ehrennadel in Silber ausgezeichnet:

– Margit Müller, Adolf Walter, Volkmar Zimmermann, Georg Kalbfleisch und

– Ludwig Funck.

Jörg und Siegfried Bechert entwarfen im Jahr 2000 eine Homepage, im Herbst des gleichen Jahres wurde diese ins Internet gestellt.
Bis zum 07.12.2002 waren es schon 800 Zugriffe auf unserer Seite.

Im Jahre 2000 war es dann wieder soweit, die 25 m und 50 m Schießbahnen mussten von der Behörde abgenommen werden. Durch die neuen Umweltschutzbestimmungen musste die gesamte Anlage nach den neusten Richtlinien neu errichtet werden.

Umweltschutz und Emission mussten hier besonders berücksichtigt werden.

Hierfür waren umfangreiche Baumaßnahmen nötig. Nach Beendigung der Planungsarbeiten wurde im August 2001 mit den Baumaßnahmen begonnen. Der komplette Erdwall wurde abgetragen, das Blei entsorgt, danach wurde eine Wanne betoniert und das ganze mit Sand aufgefüllt um das Blei aufzufangen.

Danach wurde der komplette Schießstand überdacht. In nur 4 Monatiger Bauzeit wurde dieses Objekt in Eigenhilfe errichtet. Kurz vor Weihnachten wurde der Schießstand von der Behörde neu abgenommen und wir bekamen die Genehmigung den Schießbetrieb wieder aufzunehmen.

Im November 2002 wurde das Dach des Vereinsheim neu eingedeckt.

Heute zählt die Standanlage, zu denen vier 100 m, neun 50 m zehn 25 m Schießstände und 10 Luftgewehr- und Luftpistolenstände gehören zu den modernsten und umwertfreundlichsten im Kreis.

Jedes Jahr werden auf der Standanlage Kreismeisterschaften ausgetragen.

Kulturelle Höhepunkte:

Ist die 1. Maifeier am Binselberg, gefolgt vom Traditionellen Vorderladertreffen, das seit 1999 ausgetragen wird. Jedes Jahr Ende Mai, Anfang Juni treffen sich Trapper aus nah und fern. Sie schlagen Ihre Zelte auf und betreiben ein reges Lagerleben. Es werden verschiedene Schießveranstaltungen angeboten, unter anderem auch mit dem Pfeil und Bogen. Die Veranstaltung dauert 4 Tage und zieht vielen Besucher an.

Im November folgt das Hubertus- und Königsschießen, gefolgt von der Weihnachtsfeier im Dezember. Zum Jahresausklang findet dann noch das Traditionelle Silvesterschießen statt.

Sportliche Höhepunkte:

Sportlich konnte sich der Schützenclub im Sportkreis etablieren. Seit Gründung des Clubs nehmen jährlich mehrere Mannschaften an Rundenwettkämpfen teil. Den sportlichen Höhepunkt bildete Anfang der Neunziger Jahre die Teilnahme mit den Vorderladerwaffen an den Deutschen Meisterschaften in Pforzheim. Seither gelang es vielen Schützen des Clubs, sich für die Teilnahme an Gau-, Landes- und Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren.

August 2003, Torsten Arnold belegte bei den Deutschen Meisterschaften mit dem Großkalibergewehr auf 300 m mit hervorragenden 591 Ringen den 24 Tabellenplatz.

2003. Ein neues Waffengesetz wurde entworfen, das mehr Unsicherheit und noch mehr Diskussionen anfacht als es eigentlich sollte.

November 2004, Rückblick.

Das Jahr war geprägt von vielen sportlichen Höhepunkte des Vereines. Viele Schützen konnten sich bis zu den Deutschen Meisterschaften qualifizieren. Wie jedes Jahr ist immer Theo Faust zu nennen,

Ali Rill, Torsten Arnold, Holger Maul, nur um einige zu nennen.

In kultureller Hinsicht stand wieder unser Trappertreffen im Vordergrund, in diesem Jahr war dies eine Zufriedenstellende Veranstaltung.

Im Herbst diesen Jahres wurde dann eine neue Heizung in unser Vereinsheim eingebaut.

Immer noch herrscht große Unsicherheit über das neuen Waffengesetz, vom Bund bis zur Vereinsebene meint jeder, er müsste sein eigenes Süppchen kochen.

Zwar ist unsere Mitgliederzahl immer gewachsen (ca. 175 Mitglieder), aber junge Leute haben leider wenig Interesse einem Schützenverein beizutreten. Dies ist fast bei allen Kreisvereinen festzustellen.

Den Mitgliederzuwachs führen wir auf unseren modernen und vielseitigen Schießstand zurück.

Mittlerweile werden auf unser Homepage auch Ergebnisse von den Kreismeisterschaften veröffentlicht. Am 31.12. findet wie immer das Jahresabschlußschiessen mit dem Vorderlader statt.

Die Zahl der Zugriffe hat sich bis zum 25.11.2004 auf 4640 erhöht.

Rückblick 2005

Das Jahr verlief ohne besondere Höhepunkte. Das Schützenhaus wurde mit zwei neuen wärmedämmenden Türen versehen. Die Gaslieferungsfirma wurde gewechselt und ein größerer Tank wurde aufgestellt.

Wie immer haben sich viele Schützen zu weiterführenden Meisterschaften qualifizieren können.

2006

Im Januar wurde ein neuer Vorstand gewählt:

Zum ersten Vorsitzenden ist Friedel Weber gewählt worden. Als zweiter Vorsitzender und Rechner ist Torsten Arnold in seinem Amt bestätigt worden. Stellvertretender Vorsitzender und Sportwart bekam Jörg Knöll das Vertrauen. Schriftführer Siegfried Bechert, Sparte Gewehr Helmut Löbig, Sparte Pistole Peter Kriechbaum, Jugendleiter Albrecht Rill. Zum Gerätewart wurde Ludwig Funk gewählt.

Folgende Arbeiten und Erneuerungen sind erledigt worden. Der 50 und 100m Stand wurde neu eingedeckt, und ein neuer Rasenmäher wurde angeschafft. Es sind zwei Fallplattenanlagen und 10 Stahlplatten-Ziele für das Westernschiessen angeschafft worden, zusätzlich wurde der 25m Stand mit Edelstahlblechen ausgekleidet. Im November fand dann das erste Westernschiessen mit großem Erfolg auf diesem Stand statt.

2007

Im Januar wurde die Jahreshauptversammlung abgehalten, danach folgte ende Februar das 2. Westernmatch mit großer Beteiligung aus dem Süddeutschen Raum. Zwei Europameister waren auch als Starter dabei (Petra und Marco Löw).

Danach wurden die Hessenmeisterschaften im Fallplattenschießen (BDS) und auch die Kreismeisterschaften für den Schützenkreis Dieburg abgehalten.

Weiterer Höhepunkt war dann wieder das Trappertreffen, das zum 9. mal veranstaltet wurde.

Viele Aktive Schützen konnten sich in die Liste der Kreismeister eintragen. Durch gute Ergebnisse qualifizierten sich einige Schützen bis zu den Gaumeisterschaften. Hier sind besonders Ali Rill mit dem Luftgewehr und Theo Faust mit der Großkaliber Gebrauchspistole zu nennen.

2008

Das Jahr 2008 ging ohne besondere Höhepunkte zu Ende.

2009

Ist das Schicksalsjahr der Sportschützen, Jäger und Sammler.

Im März 2009 drang ein wahrscheinlich geisteskranker junger Mann von 16 Lebensjahren in die Schule von Winnenden ein und erschoss mit einer Großkaliber Pistole 16 Schüler. Anschließend brachte er sich selbst um.

Wie konnte so etwas passieren ? Der Vater des geistig gestörten jungen Mannes hat seine Waffe nicht in einem dafür vorgesehenen Waffenschrank verschlossen, sondern die Waffe lag offensichtlich im Schlafzimmer frei zugänglich.

Wir legalen Waffenbesitzer bedauern diesen Vorfall auf das tiefste, können aber die Tat leider nicht mehr rückgängig machen.

Darauf hin wurde das Aktionsbündnis „Winnenden“ von den Eltern der Kinder ins Leben gerufen, mit dem Ziel alle Großkalibrige Waffen aus dem Privatbesitz zu entfernen. Nun da in diesem Jahr das Wahljahr war, sprangen viele sofort auf den Zug auf und wollten alles was mit Schusswaffen zu tun hat verbieten. Noch vor den Wahlen wurde ein Gesetz im Eilverfahren verabschiedet, das den Sportschützen, Jägern und Sammlern viele Einschränkungen brachte und noch bringen wird.

Als einzige Partei hielt sich die FDP zurück, weil sie wie wir legalen Waffenbesitzer der Meinung sind, dass nicht die Waffe tötet, sonder der der sie benutzt. Das soll die grauenvolle Tat nicht rechtfertigen und wir Schützen verurteilen diese auf das schärfste.

2011

Das Jahr der Schießstandrenovierung steht an.

Vom RP wurden verschärfte Auflagen den Schützenvereinen auferlegt. Blei und Pulverreste dürfen nicht mehr in die Umwelt gelangen. Aus diesem Grund sieht sich der SC gezwungen Renovierungsarbeiten an den Schießständen vorzunehmen.

Zu Rate gezogen wurde der für uns neue Sachverständige Arno Schacht, da der alte (Karlheinz Kehr) plötzlich verstorben ist.

Nach Besprechungen mit den Damen vom RP, dem Schießstandsachverständigen und dem Vorstand, wurde folgendes Ergebnis erzielt. Die Geschoßfanganlage muss erneuert werden und komplett aus Beton bestehen. Um keine Ausgleichspflanzungen machen zu müssen, wird das Geschoßfangdach mit Erde bedeckt und wieder begrünt.

Des weiteren werden über die beiden Hochblenden des 25m, 50m und 100m Standes mit einem Dach abgedeckt.

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